Der Amrumer Kniep

Der Amrumer Kniep

Amrum hat viele schöne Ecken – hübsche Orte, süße Friesenhäuschen und nette Aussichten (zum Beispiel von den „Gipfeln“ unserer Aussichtsdünen). Doch es gibt genau einen Ort, der wirklich spektakulär ist: Das ist der Amrumer Kniep mit seiner unendlichen Weite.

Die Fakten

Mit 15 km Länge und bis zu 1,5 km Breite gehört er zu den beeindruckendsten Sandstränden Europas. Er erstreckt sich entlang der gesamten Westküste Amrums. Hier findet ihr einen der feinsten, weißesten Strände Norddeutschlands und vor allem: unglaublich viel Platz. Selbst in der Hochsaison gibt es genug Raum für alle – für Familien am klassischen Badestrand, für Hundebesitzer am Hundestrand und für FKK-Fans am Nacktbadestrand. Gleichzeitig bleiben große Bereiche ganzjährig geschützt: als Brut- und Rastgebiete für Vögel. Der Kniep ist zwar nicht mehr Teil des Nationalparks Wattenmeer, gehört aber zum europäischen Schutzgebiet Natura 2000. An den ausgewiesenen Badebereichen sorgen die ehrenamtlichen Helfer der DLRG für Sicherheit.

Der Kniep ist eine lebendige, wandernde Sandbank. Während Du diese Zeilen liest, verändert sich seine Form weiter – Sandmassen wandern ständig, Gezeiten und Stürme formen ihn täglich neu.

 

Und jetzt zum Subjektiven

Der Amrumer Kniep ist und bleibt der schönste Strand Europas, jedenfalls wenn man uns fragt. Ein besonderer Lieblingsort auf der Insel ist der „Strandübergang“ am unteren Ende der Strandstraße in Wittdün. Man gelangt dort aus dem Ortskern Wittdüns erst auf die obere, dann auf die untere Wandelbahn, dann an den Kniep.

Dort oben eröffnet sich ein Panorama, das nie gleich aussieht:
Saisonal bedingt wechseln sich Vögel und Kitesurfer in diesem Territorium ab. Man kann den „Kapitän“ sehen, den Kniephaken, der in den letzten Jahren so sehr gewachsen ist, dass die Bucht nun fast geschlossen ist. Man sieht, in einigen Kilometern Entfernung das Meer, wie es den Horizont küsst. Bei klarem Wetter grüßt in der Ferne die Kirche von Pellworm. Hinten die „neue“ Dünenkante, aus der ab und an merkwürdige Stöcke ragen, Überreste der Strandburgen und anderen Kunstwerken, die manch einer aus Treibgut gebaut hat.

Das Besondere ist aber nicht nur das, was man sieht – sondern wie das Bild sich jeden Tag verändert. Wer regelmäßig hier oben steht, erlebt, wie Licht, Gezeiten und Wetter den Kniep immer wieder neu inszenieren.

Geht mal eine Zeitlang täglich nach dort oben, atmet tief durch und schaut. Es wird jeden Tag ganz anders aussehen und jeden Tag anders beeindruckend. Angeblich hat man im Urlaub viel Zeit, probier es doch einfach mal aus. Du wirst verstehen, warum wir diesen Ort so sehr lieben.

Muscheln auf dem Amrumer Kniep

Die Geschichte des Amrumer Kniep

Wie viele Sandkörner hat der Kniep?

Der Kniep ist keine gewöhnliche Strandfläche, sondern eine große, wandernde Sandbank, die der Westküste Amrums vorgelagert ist. Bereits in Karten des 16. Jahrhunderts wird diese ausgedehnte Sandformation erwähnt.

Im Schutz des Kniepsands befand sich bis ca. 1940 eine Anlegestelle für Passagierschiffe, der „Kniephafen“. Im Laufe der Jahrhunderte wanderte die Sandbank langsam immer weiter auf Amrum zu. Heute ist sie an vielen Stellen fest mit der Insel verbunden und bildet einen natürlichen Schutzwall gegen Sturmfluten. Durch die ständige Zufuhr von Sand wächst und verändert sich der Kniep bis heute. Im Laufe der nächsten Jahrhunderte wird ein Weiterwandern des Kniepsandes um die Nordspitze Amrums, die Amrumer Odde, erwartet.

„Wie viele Sandkörner enthält der Amrumer Kniepsand?“ Das haben wir zwei verschiedene KI´s unabhängig voneinander gefragt und beide sind sich überraschend einig: Der Amrumer Kniepsand enthält ca. 4 Quadrillionen (4000000000000000000; eine 4 mit 18 Nullen) Sandkörner.

Die Zahl nachzuweisen, wird allerdings schwierig: Wenn jeder Mensch auf der Erde 500 Millionen Sandkörner zählen müsste, wären noch immer nicht alle Körner des Kniepsands erfasst.

Hängematte am Amrumer Kniep vor Wittdün
Amrum

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